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Kochendörfer & Schecker 1998: Schizophrenie, Psychopharmaka und Stottern

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Günter Kochendörfer & Michael Schecker: Schizophrenie, Psychopharmaka und Stottern. Tübingen: Narr 1998.

Auf dem Hintergrund empirischer Daten über Störungen von Sprache und Denken bei Schizophrenie wird hier mit Hilfe von Computersimulationen neuronaler Strukturen eine neue, brisante Hypothese zur Erklärung schizophrener Erkrankungen entwickelt. Besonders wichtig ist, daß eine Möglichkeit gezeigt wird, wie ganz verschiedene Symptome der Krankheit, zum Beispiel assoziative Entgleisungen oder das Stimmenhören, auf ein und dieselbe Ursache zurückgeführt werden können.

Als entscheidender Zwischenschritt, der für sich genommen schon interessante neue Aspekte eröffnet, dient die neuronale Simulation der Wirkungsweise von Psychopharmaka bei Stottern.




Inhalt:

Vorwort

1 Einleitung
1.1 Was ist Schizophrenie
1.2 Beschreibung und Erklärung durch Simulation
1.3 Biologische Grundlagender Simulationsmodelle
1.4 Kapitelübersicht

2 Assoziative Entgleisungen bei Schizophrenie
2.1 Sprachverarbeitung als Sequenzverarbeitung
2.2 Neuronale Strukturen zur Sequenzverarbeitung
2.3 Sequentialität und Kontextverarbeitung
2.4 Störungen der Kontextverarbeitung
2.5 Schlußbemerkungen

3 Assoziative Entgleisungen bei verminderter Vigilanz
3.1 Die Alpha-Grundaktivität im EEG bei verminderter Vigilanz
3.2 Ein neuronales Modell zur syntaktischen Verarbeitung im Sprachverstehen
3.3 Alpha-Blockade im neuronalen Modell
3.4 Simulation assoziativer Entgleisungen bei verminderter Vigilanz
3.5 Schlußbemerkungen

4 Sprachperzeption und Sprachproduktion
4.1 Darstellung des Zusammenhangs von Produktion und Perzeption
4.2 Konstruktion eines einfachen Produktionsmodells
4.3 Bewältigung von Problemen des zeitlichen Verlaufs und Zusammenwirken von Selektion und Sequenzproduktion

5 Simulation des Lee-Effekts
5.1 Spezielle apparative Voraussetzungen für die Simulation des Lee-Effekts
5.2 Simulation des Lee-Effekts
5.3 Abschließende Diskussion und Bewertung

6 Simulation der Wirksamkeit von Haloperidol bei Stottern
6.1 Simulationsexperimente mit Abschwächung erregender Synapsen
6.2 Umkehrversuche zur Differenzierung von Schizophrenie und Stottern
6.3 Schlußfolgerungen: der Wirkungsort von Haloperidol bei Stottern

7 Simulation assoziativer Entgleisungen bei Schizophrenie durch Veränderung erregender Synapsen
7.1 Konstruktion eines neuronalen Modells
7.2 Simulation
7.3 Die "technischen Hintergründe" für das Simulationsverhalten
7.4 Bewertung

8 Die halluzinatorische Komponente bei Schizophrenie
8.1 Die Phänomene
8.2 Simulationsversuch zum Stimmenhören
8.3 Interpretation: Hierarchie der Störungen

9 Schluß: Entwurf eines Gesamtbilds der Schizophrenie
9.1 Sprachverarbeitung, Denk- und Aufmerksamkeitsstörungen
9.2 Illusionen und Halluzinationen
9.3 Störungen des Affekts und Bewegungsstörungen
9.4 Wahn, Ichstörung, Fremdbestimmtheit
9.5 Ursachen und therapeutische Gesichtspunkte

Anhang: Neurophysiologische Grundbegriffe (für Linguisten)

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